Jeder Tag ist anders: Du freust dich über unerwartete Ereignisse, triffst neue Menschen oder unübliche Entscheidungen, gehst andere Wege und entdeckst Orte, an denen du nie zuvor gewesen bist. Manchmal etwas anstrengend, aber genau richtig, ansonsten würde es ja schließlich ganz schön langweilig werden… So unterschiedlich die Tage aber auch sind, so wichtig ist jeweils ein gelungener Start hinein! Und der ist doch – zum Glück – immer gleich: Ein tastendes Tapsen zur Kaffeemaschine, ein wohliges Grunzen, wenn sich das unvergleichliche Aroma der gerösteten Bohnen in der ganzen Küche ausbreitet, und das Erwachen sämtlicher Geistes- und Körperkräfte, sobald die erste Tasse ihre Wirkung entfaltet. Ja, so sieht der Morgen bei mir aus!

Guter Kaffee…

Und damit bin ich nun wirklich kein Einzelfall; etwa vier Fünftel der Deutschen trinken täglich Kaffee, bei einem Großteil davon gehört er als festes Morgenritual einfach dazu. Über 160 Liter kommen so pro Kopf und Jahr zusammen; damit ist er hierzulande vor Wasser und Bier das Lieblingsgetränk Nummer Eins.

„Das Getränk“ – so leicht ist das allerdings auch nicht. Je nachdem, ob du deinen Kaffee gemahlen im Filter aufbrühst oder ihn im Vollautomaten oder gar der Siebdruckmaschine zubereitest, ob du ihn mit Milch und Zucker, in Form eines Espressos, Cappuccinos, Latte Macchiatos oder gar „Java Chip Light Frappuccino blended beverage“ (irgendwie bin ich bei „Starbucks“ immer etwas überfordert 😉 ) trinkst, macht das einen gewaltigen geschmacklichen Unterschied.

Von dem Feld in die Tüte…

Noch wichtiger als die endgültige Zubereitung ist für den Geschmack natürlich die Grundlage des Kaffees: die Bohne der Kaffeepflanze. Die wächst zwar einmal rund um den Globus, aber nur in einer bestimmten Klimazone, dem sogenannten „Kaffeegürtel“, der zum Beispiel Brasilien, Kolumbien, Äthiopien, Indien und Vietnam durchzieht. Im Sauerland haben die immergrünen kleinen Bäume und Sträucher jedenfalls keine Überlebenschance – leider!

Unsere späteren Kaffeebohnen liegen meist zu zweit als Samen in der Kaffeekirsche und müssen in einem aufwendigen Ernteverfahren vom Fruchtfleisch und dem schützenden Pergament- und Silberhäutchen getrennt werden. Ein Großteil davon macht sich dann ungeröstet auf die große Reise; 95 Prozent des in Deutschland importierten Kaffees ist Rohkaffee.

So kommen die Bohnen dann auch bei Dominic Neumann in Brilon an: eher grünlich als braun, und das herrliche Aroma sucht man zunächst auch vergebens. Dafür weiß er genau, woher jede einzelne Bohne kommt.

Wissen, wo der Kaffee herkommt!

„Direct Trade“, das bedeutet, dass es einen direkten Kontakt zwischen ihm und dem Produzenten gibt, die Preise direkt und fair verhandelt werden, auf nachhaltige Landwirtschaft geachtet wird, und der Kunde erfährt, von welcher Parzelle „sein“ Kaffee kommt. Und da direkter Kontakt nun mal schlecht über eine halbe Erdkugel hinweg funktioniert, kam der Farmer Andrès Quintanilla aus El Salvador kurzerhand zur Eröffnung von „QUADRO Coffee“ am vergangenen Samstag.

Warum die Bohnen als Rohkaffee nach Brilon kommen, hat natürlich auch seinen besonderen Grund. Der wichtigste Schritt der Veredlung erfolgt nämlich direkt vor Ort: Beim Rösten bilden sich durch komplexe chemische Reaktionen Aroma und Säur

Die Steuerung des Röstprozesses erlaubt es, eine Variation von helleren Bohnen mit blumig-fruchtigem Geschmack bis zu dunkleren Bohnen mit würzig-kräftigem Geschmack zu kreieren. Damit du deinen Kaffee auch wirklich genießen kannst, muss er nun noch einige Wochen lagern. Da Dominic Neumann täglich röstet, ist aber ständig frischer Nachschub garantiert. Bei dieser Auswahl wirst du garantiert fündig – egal, welcher Kaffeetyp du bist.

Natürlich kannst du den „QUADRO Coffee“ nicht nur mit nach Hause nehmen und in deinen tapsigen Tagesstart integrieren, sondern auch gleich vor Ort genießen. Da, wo vor ein paar Jahren noch ein Supermarkt stand, gibt es nun ein stylisches Café mit Snackbar.

Kaffee ist übrigens nicht die einzige Leidenschaft von Dominic Neumann; direkt neben der Röstbar befindet sich neuerdings auf 1.200 Quadratmetern, die ebenfalls früher zum Supermarkt gehörten, das Fahrradgeschäft „Liquid Life“. Insider kennen dies vielleicht als Online-Shop, den Dominic Neumann seit einigen Jahren erfolgreich betreibt, doch nun kannst du hier vom Mountainbike über das E-Bike hin zum Zubehör alles selbst ausprobieren und dich vom geschulten Fachpersonal beraten lassen.

Doch darüber vielleicht ein anderes Mal…

Weitere Infos zu Quadro Coffee Roasters findest Du hier!

QUADRO Coffee Roasters, Ostring 2, 59929 Brilon

Ein Blog von Steffi Funke, Zauberhaftes Sauerland, 7.Mai 2019

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