ODER: DAS MAKING-OF VOM MAKING-OF

Vielleicht würde es dir auch so gehen: Beim Gedanken daran, im Fernsehen aufzutauchen, wurde mir schon sehr flau im Magen! Ich habe immer die Leute bewundert, die bei Straßenumfragen das Mikro unter die Nase gehalten bekommen und aus dem Stegreif etwas Sinnvolles in die Kamera sagen. Und auch wenn ich mich mit meinem Blog in die Öffentlichkeit begebe und damit vertraute wie fremde Leser erreiche: So im Mittelpunkt zu stehen ist eigentlich gar nicht mein Ding! Hier geht´s ja ums Sauerland… Zwei Dinge haben mich dann aber doch beruhigt. Das „Fernsehen“ war in diesem Fall die „WDR Lokalzeit Südwestfalen“: Echte Sauerlandfans, so wie ich! Und Steven den Toom, über den im vergangenen Jahr ein Beitrag gedreht wurde, berichtete ebenfalls, dass das alles ganz entspannt und locker abgelaufen sei. Dann konnte ja nichts mehr schief gehen!?

Drehort I: „Hohe Bracht“

Eigentlich sollte alles wie immer laufen. Ein ziemlich diesiger Freitagvormittag – ich machte mich bewaffnet mit Kamera und Blogbuch auf den Weg zur „Hohen Bracht“… Dort hatte es einige Veränderungen gegeben; daher war dringend ein Update für meinen „alten“ Blog-Post nötig! Dass ich dort mit der neuen Pächterin Melanie Schreiner zum Interview verabredet war, konnte mich nicht aus der Bahn werfen; nach über hundert Beiträgen auf „Zauberhaftes Sauerland“ sind Interviews fast schon zur Routine geworden. Also, sie zu führen, versteht sich; nicht, sie zu geben!

Aber genau das sollte an diesem Tag auch der Fall sein, denn an der „Hohen Bracht“ wartete auch ein Team vom WDR, dass mich bei der Arbeit „beobachten“ bzw. filmen wollte. Bei der Arbeit beobachtet und auch noch gefilmt werden…

Wenn du auch nur ansatzweise unter Prüfungsangst leidest, kannst du dir vielleicht vorstellen, wie ich mich auf der kurzen Fahrt fühlte. Sätze wie „Bitte verhalten Sie sich ganz normal! Tun Sie einfach so als wären wir nicht da! Oder verschwinden Sie einfach im Erdboden!“ schossen mir durch den Kopf.

Zum Glück erwartete mich an der „Hohen Bracht“ ein supernettes Team, das sich vom Wetter nicht die Stimmung verderben ließ. Dass sie ein bisschen verrückt sein würden, hatte man mir ja gesagt; Leute vom Fernsehen halt… Aber was mir dann vor die Linse kam, als ich eigentlich nur die Aussicht fotografieren wollte, hatte ich dann doch nicht erwartet!

Offensichtlich hatten die Redakteurin Janine Breuer-Kolo und der Tontechniker Max Bergmann großen Spaß daran, mir den Blick auf die schöne Aussicht zu versperren, während Kameramann Ilja Wittenberg fleißig filmte.

Immerhin der konnte arbeiten – verpasst habe ich trotzdem nichts, so schön wie bei klarem Himmel war die Aussicht an dem Tag nun auch wieder nicht!

Als mich Janine etwas fragte, trat, ohne dass ich es merkte, das Wunder ein: Ich blendete die Kamera einfach aus, ohne dass ich je darauf hingewiesen wurde, redete einfach so drauf los, und es fühlte sich an, als hätte ich ein paar Kollegen mit zum Blogtermin genommen. Dementsprechend lief die weitere Recherche an der „Hohen Bracht“ auch „zauberhaft“ entspannt wie immer ab…

Ich stellte meine Fragen und knipste meine Fotos, das WDR-Team filmte mich dabei. Termin fertig – zurück nach Altenhundem!

Drehort II: „Marktplatz Altenhundem“

Fast hätte ich es ja wirklich vergessen, aber da war ja noch das Team von der „Lokalzeit Südwestfalen“. Also ging´s gemeinsam ins Zentrum: Auf dem Marktplatz wollte ich sowieso vorbei, um mir etwas Obst zu kaufen; außerdem konnten sich Ilja und Max hier noch ein leckeres Fischbrötchen genehmigen… Vielleicht nicht ganz fair, dass ich gefilmt wurde, wie ich mir meine Äpfel holte, und die beiden ihre Fischbrötchen in aller Heimlichkeit futtern durften.

Naja, beim nächsten Mal stehe ich ja wieder hinter der Kamera! Ganz vorbei war der Tag damit aber auch nicht. Zum Blogtermin fahren, Fragen stellen und Fotos machen ist ja nur der eine Teil der Arbeit. Janine und ihr Team wollten aber auch sehen, wie es dann weitergeht:

Drehort III: „Zuhause“

In meinem „Sauerland-Zuhause“ erwarteten mich schon vier der wichtigsten Personen in meinem Leben: Meine Eltern und natürlich die beiden Hundestars „Gibby“ und „Henry“, die erstaunlicherweise mit der Anwesenheit eines Kamerateams am wenigsten Probleme hatten. Nachdem ich meinen Eltern vom Termin berichtet hatte und die beiden Kleinen ordentlich begrüßt hatte, ging es direkt an die Arbeit.

Laptop auf, Kamera angeschlossen, Textverarbeitung- und Bildbearbeitungsprogramme gestartet und direkt losgelegt! Zum Glück habe ich auch hier vergessen, dass hinter mir ein Fernsehteam stand, dass jeden peinlichen Vertibber … äh, Vertipper live mitgefilmt hat. Das Lektorat macht ja ansonsten immer mein Vater vor der Veröffentlichung; daher findest du auch keinen Fehler mehr, wie er stolz in die Kamera verkünden durfte… Jetzt war aber wirklich alles geschafft, dachte ich! Nein, der Drehtag war noch immer nicht zuende: Da das Licht günstig war, und der Schnitt noch nicht ganz fest stand, wurde noch eine Szene gedreht, wie ich zu einem Blogpost aufbreche.

Als das Team dann doch ging, war ich fast schon etwas traurig! Am liebsten würde ich die Drei immer mitnehmen. 😉 Aber im Ernst: Die ganze Nervosität war wirklich unnötig, und Steven hatte recht, dass es ein ganz toller und entspannter Tag wird, wenn die „WDR Lokalzeit Südwestfalen“ vorbeikommt.

Daher werde ich jetzt ganz schnell Ilka und Friederike von den „Fly-High-Bags“ Bescheid geben, dass sie sich schon auf den Besuch freuen dürfen, der bald bei ihnen ins Haus steht. Den Beitrag werde ich mir sicher anschauen, und wenn du meinen sehen willst, dann klicke hier:

https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit-suedwestfalen/video-ein-online-magazin-ueber-das-sauerland-100.html

Ein riesengroßes Dankeschön an Janine, Ilja, Max und meine Eltern – es war ein ganz zauberhaftes Erlebnis!

Ein Blog von Steffi Funke, zauberhaftes Sauerland, 22.Januar 2020

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